One Vision of Queen feat. Marc Martel

…in der Mitsubishi Electric Halle, Düsseldorf

am 16. Januar 2020

 

(c) Semmel Concerts

 

Es gibt wohl die unterschiedlichsten Arten, wie man Fan der Musik von Queen und deren Frontmann Freddie Mercury werden kann. Viele begleiten die Rockband bereits seit ihrer Gründung 1970 und blieben ihr auch nach dem tragischen Tod Mercurys am 24. November 1991, nur einen Tag, nachdem er seine Krankheit AIDS erstmals öffentlich bejahte, treu. Andere wiederum haben Freddie Mercury, Queen und das Leben der Band erst mit der Veröffentlichung des Films „Bohemian Rhapsody“ 2018 so richtig in den Kopf bekommen.

(c) Semmel Concerts

Marc Martel, der 1976 geborene kanadische Rocksänger, der heute als stimmliche Reinkarnation Freddie Mercurys gilt und mit „One Vision of Queen“ seit Januar erstmals auch durch die großen Hallen Europas tourt, stolperte im Kino über „Bohemian Rhapsody“. Die US-amerikanische Filmkomödie „Wayne’s World“ war ausschlaggebend, dass er sich näher mit dieser speziellen Musik befasste und sich 2011 einem Wettbewerb stellte, um sich dem von Queen-Drummer Roger Taylor ins Leben gerufenen offiziellen Queen-Tribut-Projekt, der Queen Extravaganza, anzuschließen. Seitdem lässt ihn die Musik Freddie Mercurys und dessen Band nicht mehr los.

Das Publikum in der am 16. Januar 2020 gut besetzten Düsseldorfer Mitsubishi-Electric-Halle hält es schon mit den ersten gespielten Tönen nicht mehr auf den Sitzen und auch Martels direktes Geständnis, dass er durch eine schlimme Erkältung extrem angeschlagen sei, tut der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch. Es ist laut, wahnsinnig laut, gerade so, wie man es bei einem Rockkonzert erwartet und die begeisterten Fans, egal ob bereits langjährige oder erst kürzlich zur Gemeinschaft gestoßene, zeigen mit jeder Zeile eine enorme Textsicherheit. Marc Martel lässt es zu und schafft sich und seiner Stimme damit zwischendurch kurze Erholungsphasen. Man hört ihm kaum bis gar nicht an, wie krank er wirklich ist, dass physische Bild allerdings, schaut man ihm sehenden Auges ins Gesicht, spricht Bände und lässt die kurz nach diesem Auftritt notwendigen Konzertabsagen absolut nachvollziehbar erscheinen. Nichtsdestotrotz gelingt ihm in Düsseldorf eine großartige Performance, die allen Beteiligten noch lange im Ohr nachklingen wird.

(c) Vita Vollmond

Schließt man die Augen, bildet die enorme Ähnlichkeit seiner Stimme mit der von Freddie Mercury eine fast unglaubliche Authentizität und man vergisst beinahe, dass eben nicht die Mitglieder der originalen Band auf der Bühne stehen. Zu Gehör gebracht werden nahezu alle großen und bekannten Queen-Songs nebst kleiner Anekdoten, die Martel, der heute etwa im selben Alter ist, wie Freddie Mercury an seinem Todestag war, von sich zu erzählen weiß. Er erzählt, dass er oft darüber sinniert habe, wie Mercury zur Musik stand und wie die von diesem gespielte und komponierte, da die Legende großer Fan aller Stilrichtungen, auch der klassischen gewesen sei, wohl heute klingen würde, wäre er noch am Leben. Aus diesen Gedanken heraus entstand eine Komposition von Schuberts „Ave Maria“ in Verbindung mit der „Bohemian Rhapsody“ im unverkennbaren Queen-Style arrangiert. Martel gelingt es damit, ein berührendes und emotionales Highlight zwischen die oft lauten Töne von Queens Rocknummern zu setzen.

Nach vollständiger Genesung des Protagonisten konnte die Tour „One Vision of Queen feat. Marc Martel“ zwischenzeitlich wieder aufgenommen werden. Die genauen Daten für die noch verbleibenden sowie verschobenen Konzerte, die sich bis ins Frühjahr 2021 fortziehen werden, sind auf der Website des Veranstalters www.semmel.de zu erfahren. Tickets können über den Veranstalter sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden.

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Marc Martel

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